

FAQ für pflegende Angehörige
Caritas Care unterstützt pflegende Angehörige dabei, ihre wichtige Aufgabe sicher, begleitet und finanziell abgesichert auszuführen. Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur Anstellung, Finanzierung und Pflege zuhause.
Wenn Ihre Frage hier nicht beantwortet wird, beraten wir Sie gerne persönlich.
Lohn, Finanzierung und Kosten
Wer finanziert den Lohn pflegender Angehöriger?
Die Grundpflege wird hauptsächlich durch die Krankenkasse finanziert. Die Person, die gepflegt wird, zahlt eine gesetzlich festgelegte Patientenbeteiligung, während die verbleibenden Restkosten von der Gemeinde übernommen werden.
Mehr dazu erfahren Sie hier: Wie wird der Lohn von pflegenden Angehörigen finanziert?
Wie hoch sind die Kosten für die Person, die gepflegt wird?
Neben der Franchise und dem Selbstbehalt der Krankenkasse muss die gepflegte Person die gesetzlich festgelegte Patientenbeteiligung bezahlen. Diese beträgt maximal CHF 15.35 pro Tag, unabhängig vom tatsächlichen Pflegeaufwand.
Caritas vs. private Modelle: Kosten & Qualität?
Caritas Care arbeitet als Non-Profit-Organisation. Sie bietet transparente Kosten, hohe Pflegequalität und fachliche Begleitung, während private Anbieter meist höhere Tarife und weniger Begleitung bieten.
Wie lange dauert es bis zur Kostengutsprache durch die Krankenkasse?
In der Regel dauert es bis zu einem Monat, abhängig von der Krankenkasse und dem Pflegebedarf. Die Kostengutsprache wird von der Caritas eingeholt.
Pflegeaufgaben & Abrechnung
Welche Pflegeaufgaben werden bezahlt?
Vergütet werden Leistungen der Grundpflege gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG), z. B. Hilfe beim Duschen, An- und Auskleiden, Essen, Toilettengang oder Mobilität. Betreuungs- oder Haushaltsaufgaben werden nicht übernommen.
Was gilt als Grundpflege gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) und wird vergütet?
Grundpflege umfasst:
- Hilfe beim Waschen, Duschen, Zahnpflege
- Unterstützung beim An- und Auskleiden
- Assistenz beim Essen und Trinken
- Hilfe beim Toilettengang
- Unterstützung beim Aufstehen, Hinlegen und Gehen
Was ist Betreuung oder Haushalt – und wird nicht vergütet?
Betreuung oder Haushalt beinhaltet z. B.: Gesellschaft leisten, Spazieren gehen oder administrative Aufgaben wie Rechnungen bezahlen. Diese Tätigkeiten werden nicht von der Krankenkasse bezahlt.
Was unterscheidet Grundpflege von Behandlungspflege?
Grundpflege unterstützt den Alltag (Körperpflege, Mobilität). Behandlungspflege umfasst medizinische Tätigkeiten wie Wundversorgung oder Medikamentengabe und wird durch eine diplomierte Pflegefachpersonen ausgeführt. Wenn Sie als pflegende Angehörige über die entsprechende Qualifikation verfügen, kann die Durchführung von Behandlungspflege geprüft werden.
Kann ich Demenz-Grundpflege als Angehörige abrechnen?
Ja, wenn die Grundpflege ärztlich verordnet ist. Die Betreuung bleibt weiterhin nicht vergütet.
Qualität & Begleitung durch Caritas
Wie stellt Caritas die Pflegequalität sicher?
Die Pflege wird von diplomierten Pflegefachpersonen begleitet. Hausbesuche, individuelle Pflegepläne und praxisnahe Mikroschulungen gewährleisten professionelle Pflege und Sicherheit zuhause.
Wie oft finden Hausbesuche statt und was passiert dabei?
Hausbesuche erfolgen regelmässig, ca. einmal im Monat. Pflegefachpersonen überprüfen die Pflegesituation, passen den Pflegeplan an und geben praktische Tipps zur Pflege zuhause. Zudem wird der Umgang mit Belastungen besprochen.
Erfahren Sie im Gespräch mit einer Pflegefachfrau mehr über die Arbeit von Caritas: «Mir gefällt, dass meine Aufgaben vielfältig sind»
Was beinhaltet der individuelle Pflegeplan?
Der Pflegeplan legt fest, welche Pflegeleistungen benötigt werden, dokumentiert Ziele der Betreuung und bildet die Grundlage für die Abrechnung und Qualitätssicherung.
Was sind Mikroschulungen zuhause?
Mikroschulungen sind kurze, praxisnahe Trainings durch die Pflegefachperson direkt bei Ihnen zuhause. Diese sind auf die individuelle Situation der Angehörigen angepasst und befassen sich mit Themen wie Mobilisation, korrektes Umsetzen von Hygienemassnahmen oder das Stärken der eigenen Selbstfürsorge.
Zusammenarbeit & Organisation
Wie arbeitet Caritas mit der Spitex zusammen?
Caritas Care ergänzt Spitex-Angebote. Während pflegende Angehörige die Grundpflege übernehmen, übernimmt die Spitex medizinische Aufgaben. Dieses Non-Profit-Modell ermöglicht eine abgestimmte, qualitativ hochwertige Pflege.
Welche Weiterbildungen bietet oder bezahlt Caritas?
Caritas Care bietet ein breites Angebot an praxisnahen Weiterbildungen und Schulungen zur Pflege zuhause an, um Kompetenz, Sicherheit und Pflegequalität zu stärken. Die fallführende Pflegefachperson bespricht beim Hausbesuch regelmässig das Bildungsangebot mit den pflegenden Angehörigen. Diese nehmen entsprechend ihrem Bedarf und Empfehlung an Fortbildungen teil. Die Kosten für Angebote zertifizierter Bildungsanbieter sowie für die Lehrgänge «Pflegehelfende SRK» und «Pflegende Angehörige SRK» übernimmt die Caritas vollständig.
Mehr Informationen erhalten Sie hier: Bildung | Caritas Care
Wie dokumentiere ich Pflegeleistungen korrekt?
Alle Pflegeleistungen werden digital dokumentiert. Caritas Care schult Sie in der Pflegedokumentation, sodass Abrechnung und Qualitätssicherung problemlos funktionieren.
Rahmenbedingungen und Organisation
In welchen Kantonen ist die Anstellung möglich?
Die Caritas stellt pflegende Angehörige an, die eine Person aus den Kantonen Bern, Aargau, Basel-Stadt und Basel-Landschaft oder der gesamten Zentralschweiz pflegen. Für die Anstellung ist der Wohnort der gepflegten Person entscheidend. Das Angebot wird laufend auf weitere Kantone erweitert.
Wie sehen Arbeitsvertrag und Anstellungsbedingungen für pflegende Angehörige aus?
Als pflegende Angehörige erhalten Sie einen Arbeitsvertrag nach Schweizer Arbeitsrecht. Nach Ablauf der Probezeit kann das Anstellungsverhältnis von beiden Seiten mit einer Kündigungsfrist von einem Monat auf jeweils Ende eines Monats beendet werden. Der Vertrag wird auf jeden Fall aufgelöst, wenn folgende Bedingungen eintreten: bei Beendigung der ärztlichen Verordnung, bei Einstellung der Kostengutsprache der Krankenkasse, bei Nichteinhalten der Qualitätsvorgaben von Caritas. Das Vorgehen bei Unfall oder Krankheit ist im Personalreglement festgelegt.
Gibt es Unterlagen oder ein Handbuch für Angestellte?
Ja. Alle Angestellten erhalten wichtige Dokumente und Leitfäden (z.B. Personalreglement, Bildungsrichtlinie, Anleitungen für die Pflegedokumentation) in einem geschützten Bereich, damit sie Pflegeleistungen korrekt ausführen und dokumentieren können.
Warum engagiert sich Caritas für die Anstellung pflegender Angehöriger?
Caritas Care möchte pflegende Angehörige entlasten, fachlich begleiten und sozial absichern. Eine Anstellung schützt zudem vor Altersarmut und ermöglicht eine nachhaltige Pflege zuhause.
Eine pflegende Angehörige berichtet im Interview von Ihrer Erfahrung: Finanzielle Entlastung für pflegende Angehörige
Was Angehörigen Pflege mit Armut zu tun hat: Was Angehörigenpflege mit Armut zu tun hat
Titelbild: Eine Pflegefachfrau von Caritas Care gibt Antworten zur Anstellung als pflegende Angehörige.