Navigation mit Access Keys

 

Kosten für Pflege und Betreuung explodieren

Die Pflege und Betreuung älterer Menschen wird immer teurer. Die Kosten verdoppeln sich bis zum Jahr 2050. Dann nämlich sind die Baby-Boomer im hohen Alter. Im Beitrag auf Radio SRF 1 diskutieren Fachleute über neue Möglichkeiten der Finanzierung. Auch die Betroffenen kommen zu Wort.

Die Vorschläge der Expertinnen und Experten für die zukünftige Finanzierung der Pflege und Betreuung älterer Menschen reichen von einer obligatorischen Pflegeversicherung bis zu einem Sparobligatorium. Dieses sieht vor, dass jede Person ab 55 Jahren pro Monat 200 bis 300 Franken als "Pflegebatzen" beiseite legen soll. Das so angesparte Kapital steht dann bei Bedarf für Pflege und Betreuung zur Verfügung. Wird es nicht verwendet, ist es vererbbar. Dieses private Pflegesparen könnte mit Steuerabzügen verbunden sein, wie man sie etwa von der dritten Säule kennt. Die Befürworter einer solchen Lösung erhoffen dadurch eine Entlastung der Krankenkassenprämien und der Staatsausgaben.

Eine Caritas-Betreuerin begleitet eine ältere Frau beim Spazieren mit dem Rollator.

Kritikerinnen und Kritiker einer solchen Sparlösung oder einer Pflegeversicherung befürchten, dass viele Seniorinnen und Senioren nicht genügend Geld haben, um ein Pflegekonto oder eine Pflegeversicherung zu bezahlen. Jérôme Cosandey von Avenir Suisse und Carlo Knöpfel von der Fachhochschule Nordwestschweiz diskutieren im Beitrag von Radio SRF pro und kontra solcher Vorschläge.

 

Teilen Sie diesen Beitrag