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Fair Care? Die Masterarbeit von Anahi Villalba

Immer mehr betreuungsbedürftige Menschen äussern den Wunsch, weiterhin in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Demnach steigt die Nachfrage nach ambulanter Betreuung, die Rund-um-die-Uhr gewährleistet werden soll. Die Masterarbeit von Anahi Villalba geht diesem Phänomen auf den Grund - sie klärt die Frage, wie es um die Fairness in der 24 Stunden Betreuung steht.

 

Tausende von Care-Migrantinnen, vorwiegend Frauen aus Osteuropa, leben und arbeiten in Privathaushalten in der Schweiz. Doch das Modell der Live-in-Betreuung ist ein gesellschaftlich umstrittener Weg, die Betreuung im Privathaushalt sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund geht die Masterarbeit von Anahi Villalba der Frage nach, wie es um die Fairness in der 24 Stunden Betreuung steht. Die Caritas Schweiz wurde als zu untersuchende Organisation gewählt, da sie sich auf dem Live-in-Betreuungs-Markt als ‘fair’ positioniert. Und anders als die Agenturen ist Caritas Schweiz nicht gewinnorientiert.

«Das wichtigste ist, dass wenn ich ein Problem habe, dass ich das der Caritas melde. […] Dass ich meine Arbeitsstunden einhalte und dass ich ehrlich bin» (Betreuerin Rumänien).

«Ja, du hast einen Vertrag aber du arbeitest mit Menschen. Und du musst aber auch deine Grenzen haben. Die Grenze muss bestehen und das ist immer schwer. […] Ich weiss genau wie weit ich gehen kann» (Betreuerin Slowakei).

Die Untersuchung der Fairness im Betreuungsmodell der Caritas gliederte sich in dieser Arbeit nach drei Fragen: Wie wird Fairness in diesem Kontext dargestellt und wahrgenommen? Welchen Effekt hat der Fairness-Anspruch auf die Betreuerinnen? Und: Wo sind die Grenzen der Fairness in der 24 Stunden Betreuung? Hier finden Sie die Ergebnisse.

 

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