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Rundum betreut zu Hause - unser Angebot

Immer mehr betagte Menschen möchten möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden leben. Selbstständig, sorglos und sicher. Damit dieser Wunsch wahr wird, brauchen sie irgendwann eine Pflegehilfe, die für sie da ist, sie unterstützt und den Haushalt besorgt. Und das jeden Tag. Caritas ermöglicht das herzlich und legal mit ihrem Rundum-Betreuungsangebot "In guten Händen".

 
 
 
 

Was leisten die Caritas-Betreuerinnen?

Sie führen den ganzen Haushalt (Kochen, Waschen, Putzen), leisten der betreuten Person Gesellschaft (z.B. zusammen essen) und sorgen für Sicherheit. Sie übernehmen einfache pflegerische Handreichungen bei der Körperpflege oder bei der Bewegung.

 

Ausbildung, Auswahl und Unterstützung der Betreuenden durch Caritas

Die Betreuerinnen/Betreuer arbeiten in der Regel bei einer Caritas-Partner-Organisation in Rumänien oder in der Slowakei. Oder sie haben bereits Erfahrung in der 24 Stunden-Betreuung im deutschen Sprachraum. Sie erhalten eine Vorbereitung für ihren Einsatz in der Schweiz (Sprache, Kultur, Aufgabe). 

Die Caritas-Partner-Organisation in Osteuropa wählt nur Personen aus, wenn sich der Einsatz in der Schweiz mit ihrem Familienleben zu Hause vereinbaren lässt. Nach ihrer Rückkehr arbeiten sie bei ihrer Caritas-Organisation weiter. Ihre Familien werden im Bedarfsfall beraten.

In der Schweiz erhalten die Betreuerinnen und Betreuer die Möglichkeit, sich regelmässig mit ihren Kolleginnen/Kollegen zu treffen. Die Caritas-Einsatzleitung organisiert diese Austauschtreffen.

 

Wer sind die Betreuerinnen und Betreuer?

Es sind für die Betreuung ausgebildete Frauen und Männer, die bei einer Caritas-Organisation in Rumänien oder in der Slowakei arbeiten. Nach ihrer Rückkehr arbeiten sie bei der Caritas in ihrem Herkunftsland weiter.

 

Sprechen sie gut deutsch?

Viele sprechen fliessend Deutsch oder können sich auf Deutsch verständigen. Betreuer/innen mit rudimentären Deutschkenntnissen besuchen während des Einsatzes einen Deutschkurs. Die Erfahrung zeigt: Gute Kommunikation besteht aus verschiedenen Komponenten, wovon die Sprachkenntnis ein Teil ist.

Unsere Kundenbefragung von 2017 hat übrigens ergeben, dass über 3/4 aller Kunden mit den Deutschkenntnissen zu frieden waren. Nur gerade 5% rapportierten, dass sie mit den Sprachkenntnissen unserer Betreuerinnen eher nicht zu frieden waren. Die ganze Auswertung finden Sie hier

 

Wie lange bleiben sie im Einsatz?

Die Betreuerinnen oder Betreuer kommen für drei Monate in die Schweiz. Sie behalten damit ihren Lebensmittelpunkt im Herkunftsland. Einige machen zwei Einsätze pro Jahr.

 

Arbeitszeit und Freizeit

Die Betreuerinnen oder Betreuer leben mit den betreuten Menschen im gemeinsamen Haushalt. Dies schafft Sicherheit für die betreute Person, kann aber zur Überlastung der Betreuungsperson führen. Deshalb gilt eine klare Trennung von Arbeitszeit, Freizeit und Präsenzzeit gemäss Arbeitsvertrag und individuellem Betreuungsplan, der mit jedem Kunden/mit jeder Kundin gemäss den Bedürfnissen vereinbart wird.

Ein Tag ist eingeteilt in: Acht Stunden Arbeitszeit, acht Stunden Bereitschaftsdienst in der Nacht und acht Stunden Freizeit. Einmal pro Woche ist ein ganzer (24 Std.) und ein halber freier Tag (5 Std.) zu gewähren. Ferien und Feiertage werden mit dem Lohn ausbezahlt.

 

Wohnen

Die Betreuerin oder der Betreuer teilt den gemeinsamen Haushalt und das tägliche Leben mit der zu betreuenden Person. Der Auftraggeber/die Auftraggeberin stellt der Betreuerin/dem Betreuer folgende Infrastruktur zur Verfügung:

  • eigenes Schlafzimmer;
  • Zugang zu WC/Dusche oder Bad;
  • Internetanschluss für die regelmässige Kommunikation mit der Familie im Herkunftsland;
  • Haus- oder Wohnungsschlüssel.
 

Was sind die Aufgaben der Caritas-Einsatzleitung?

Die Einsatzleiterin klärt die Bedürfnisse zu Hause ab und ist Ansprechperson für alle Beteiligten. Sie nimmt alle zwei Wochen mit dem Auftraggeber/der Auftraggeberin telefonisch Kontakt auf und besucht alle vier Wochen die Kundin oder den Kunden und die Angehörigen gemeinsam. Für die Abklärung der finanziellen Ansprüche für Pflege und Betreuung wird die zuständige Sozialberatung in der Region vermittelt. Die Einsatzleiterin berät die Kundinnen und Kunden sowie die Angehörigen über Anpassungen bei der Betreuung. Sie nimmt in folgenden Situationen eine Neueinschätzung des Bedarfs vor:

  • bei Verschlechterungen des Allgemeinzustands;
  • nach Notfällen, nach Spital- oder Heimaufenthalt;
  • auf Ersuchen des Auftraggebers/der Auftraggeberin;
  • auf Ersuchen der Betreuerin/des Betreuers.
 

Die Verantwortung der Angehörigen

Die Verantwortung für die Organisation der Betreuung und Pflege liegt bei den Angehörigen. Dies betrifft insbesondere die folgenden Aufgaben:

  • telefonische Erreichbarkeit an 7 Tagen während 24 Stunden (kann eine Vertretung bestimmen und dies mitteilen);
  • Sicherstellung der Betreuung während der Freizeit der Betreuerin/des Betreuers;
  • Sicherstellung der Betreuung bei unvorhergesehenem Ausfall der Betreuungsperson während maximal sieben Tagen;
  • Beschaffen und Instandhalten von Hilfsmitteln, Apparaten oder Material;
  • Unterhalt der Wohnung oder des Hauses (inkl. Umgebung);
  • Aufträge nach aussen erteilen (z.B. Spitex, Arzttermine vereinbaren), Massnahmen bei Veränderungen einleiten (z.B. bei Nichteinnahme der Medikamente);
  • Information von Nahestehenden und Nachbarn über die Anstellung der Betreuerin/des Betreuers.
 

Reporting und Dokumentation durch die Betreuerin

Die Betreuerin/der Betreuer erstattet der Caritas-Einsatzleitung regelmässig Bericht über

  • Veränderungen bei der Kundin/beim Kunden;
  • die Erfüllung der im Betreuungsplan festgehaltenen Aufgaben;
  • die wöchentliche Arbeitszeit;
  • die Anzahl Arbeitsstunden während des Bereitschaftsdienstes.

Sie/er meldet besondere Vorkommnisse, Probleme und Konflikte gemäss Vereinbarung an die Caritas-Einsatzleitung.

 
 

Erfahrungsberichte

 
 
 
 

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