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«In einem Haushalt hast du einfach lieber eine Frau»

Laura Andreoli, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Rütter Soceco AG, untersucht in ihrer Masterarbeit die Wahrnehmung der 24h-Betreuung aus der Sicht von Angehörigen betreuungsbedürftiger, älterer Menschen. In persönlichen Interviews sprechen Angehörige über die Care-Arbeit, die Arbeitsbedingungen und Entlöhnung der Care-ArbeiterInnen und über ihre Rolle als ArbeitgeberInnen.

Ein Blick in die Masterarbeit von Frau Andreoli zeigt, dass Pflege und Betreuung als Frauenarbeit wahrgenommen werden. Die Haus- und Sorgearbeit gilt als selbstverständlich und im Privatbereich unentgeltlich von Frauen zu erledigen. Angehörige sind der Meinung, dass es sich um eine Arbeit handelt, die den Frauen sozusagen von Natur aus gegeben ist und für welche es nicht nötig scheint, Fähigkeiten zu erlernen.

Auch bei der Festlegung der Details zum Betreuungseinsatz gibt es Unterschiede zwischen den Haushalten. So beschreiben die Angehörigen die Arbeit als 24h-Betreuer/in zwar als streng, anspruchsvoll und psychisch belastend. Doch die monetäre Wertschätzung der Arbeit ist gering. Der tiefe Lohn in der 24h-Betreuung wird zwar als tief bewertet, jedoch durch das Messen am Lohnniveau des Herkunftslandes legitimiert.

Laura Andreoli schreibt, dass die Zahl an betreuungs- und pflegebedürftigen Menschen zunimmt. Ihrer Meinung nach ist es deshalb sinnvoll, eine Grundlage zu erarbeiten, die sich an den Bedürfnissen beider Seiten, also der Care-Arbeiter/innen als auch der Privathaushalte als Arbeitgeber/innen, orientiert. Nur so kann die 24h-Betreuung in Schweizer Privathaushalten eine nachhaltige Form sein.

Lesen Sie hier den ganzen Text.

 

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