Caritas Care zeigt den Unterschied

Stellungnahme zu aktuellen Missständen in der 24 Stunden Betreuung

 

Zum Bericht im Tagesanzeiger vom 17.10.2020 und hier zum Beitrag von 10vor10 vom 13.10.2020

 

Warum Caritas Care:

Seit 6 Jahren bietet die Caritas Schweiz eine 24-Stundenbetreuung mit folgenden Zielen an:

  • Sicherheit und Würde der betagten Menschen
  • Entlastung der pflegenden Angehörigen
  • Schutz der Betreuerinnen und Betreuer

In den aktuellen Berichten werden diverse Missstände, welche im schweizerischen Betreuungsmarkt in der Coronazeit recherchiert wurden, aufgedeckt. Caritas operiert als Non-Profit-Organisation im Betreuungsmarkt, weil sie nach der «Best-Practice-Methode» aufzeigen will, wie eine faire und legale Betreuung aussehen muss.

Entsprechend erläutern wir an dieser Stelle, wie sich das Betreuungsangebot von Caritas, in den betrachteten Punkten, von den recherchierten Beispielen unterscheidet:

 

Enge Begleitung der Betreuenden durch die Einsatzleiterinnen von Caritas:

Die regionalen Einsatzleiterinnen sind präsente Ansprechpersonen für die Betreuenden, auch für Themen, die über die Anstellung hinaus gehen. Bei internen und externen Notfällen ausserhalb der Geschäftsöffnungszeiten hat Caritas eine Notfallnummer.

Auch für unserer Betreuenden ist die ausserordentliche Situation psychisch und physisch sehr belastend. Unsere Einsatzleiterinnen begleiten sowohl die Kunden wie auch die Betreuenden deshalb noch enger als sonst.

 

Arbeitszeit:

Caritas kontrolliert die Arbeitszeit der Betreuerinnen und Betreuer wöchentlich durch die Einsatzleitung. Es ist vertraglich vereinbart, dass Mehrarbeit 1:1 kompensiert wird. Wenn das situativ nicht möglich ist, wird die Mehrzeit ausbezahlt.

 

Überstunden und Vertragsverlängerungen während dem Lockdown:

Caritas Care hat während dem Lockdown nach Absprache und gegenseitigem Einverständnis begründete Überstunden zugelassen. Dies wurde gemeinsam mit Kunden, Angehörigen und Betreuenden organisiert und nur autorisiert, wenn alle Beteiligten einverstanden waren. Die entsprechenden Mehrstunden wurden gemäss Vorgaben entschädigt.

 

Nachteinsätze:

Das Caritas Angebot umfasst bei der 24 Stunden Betreuung einen Bereitschaftsdienst für gelegentliche Einsätze oder Notfälle in der Nacht. Regelmässige Nachteinsätze bieten wir nicht an. Falls eine Betreuerin nachts aufstehen muss, wird die Zeit als reguläre Arbeitszeit erfasst und kann von den Betreuenden entsprechend kompensiert werden.

Die Einsatzleiterinnen stehen in ständigem Kontakt zu den Betreuenden, um die Lage zu überwachen und Überlastungen vorzubeugen.

 

Freitage:

Laut dem NAV des Bundes haben 24 Stunden Betreuende Anrecht auf 1.5 freie Tage pro Woche.  Caritas hält sich jederzeit strikt an diese Vorlage. Denn das Wohl der Betreuenden ist uns wichtig.

Die regionale Einsatzleiterin der Caritas unterstützt die Angehörigen in der Betreuungsorganisation für die Freitage der Betreuenden. Einige Angehörige beauftragen dazu die Spitex. Andere Angehörige übernehmen dies selbst. Das hat auch während dem Lockdown funktioniert.

 

Wechsel der Betreuerin:

Während dem Lockdown konnten einige Wechsel nicht wie üblich stattfinden, da die Betreuenden nicht wie gewohnt in die Schweiz ein- und ausreisen konnten.  

Caritas hat deshalb die laufenden Verträge entsprechend angepasst und die geleistete Zeit wie üblich entlöhnt.

Ein Teil unserer Betreuenden hat einen unbefristeten Vertrag und arbeitet im 6 Wochen Rhythmus.  Für diese Betreuenden, welche aufgrund der Situation nicht einreisen und somit nicht arbeiten durften, wurde Kurzarbeit beantragt. Die Kurzarbeit wurde genehmigt und sie wurde von Caritas zu 100% entschädigt. Die Arbeitslosenkasse finanziert 80%, Caritas deckte die fehlenden 20%, was per Gesetz nicht vorgeschrieben ist.

 

Hygienemassnahmen:

Die Angehörigen und auch die Betreuungspersonen wurden und werden von uns laufend über die Hygienemassnahmen und deren korrekten Handhabung informiert. Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel stehen immer zur Verfügung und werden entsprechend der Vorgaben angewendet.

 

Für weitere Fragen zu unserem Angebot steht Ihnen Gudrun Michel (041 419 22 27), Leiterin Caritas Care, sehr gerne zur Verfügung.

 

Osteuropäische Betreuerin bietet älterem Mann Unterstützung beim Turnen.

 

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