Angehörige pflegen

Angehörige, die Familienmitglieder pflegen, werden für ihre Arbeit entschädigt und professionell begleitet

Angebot

Lohn und Sozialversicherungen: CHF 35 Stundenlohn für pflegende Angehörige für die Grundpflege im Kanton Luzern und Zug

Lohn und Sozialversicherungen: CHF 35 Stundenlohn für pflegende Angehörige für die Grundpflege im Kanton Luzern und Zug

Diplomierte Pflegefachperson: Begleitung, Unterstützung und Bildung

Diplomierte Pflegefachperson: Begleitung, Unterstützung und Bildung

Sicherung der Qualität: Individueller Pflegeplan und regelmässige Gespräche per Telefon oder vor Ort.

Sicherung der Qualität: Individueller Pflegeplan und regelmässige Gespräche per Telefon oder vor Ort.

Lohn und Sozialversicherungen

Caritas stellt pflegende Angehörige zu einem Stundenlohn von 35 Franken an und zahlt in die Sozialversicherungen ein. Sofern ein Jahreseinkommen von mindestens 21'510 Franken erreicht wird - dies entspricht rund 51 Stunden pro Monat - wird in die Pensionskasse (2. Säule) einbezahlt.

Pflegeaufgaben

Voraussetzung für Anstellung und Entschädigung sind, dass Tätigkeiten der Grundpflege geleistet werden. Diese müssen ärztlich verordnet werden und können anschliessend über die Krankenkasse der Person, die gepflegt wird abgerechnet werden.

Die Grundpflege beinhaltet beispielsweise:

  • Hilfe beim Duschen, Baden und Waschen oder bei der Zahnpflege
  • Unterstützung beim An- und Auskleiden
  • Assistenz beim Essen und Trinken
  • Hilfe beim Toilettengang
  • Hilfe beim Aufstehen, Hinlegen und Gehen 

Betreuungsaufgaben wie Gesellschaft leisten, zusammen Spazieren gehen oder auch Büroarbeiten wie das Erledigen der Steuererklärung oder Bezahlen von Rechnungen werden von der Krankenkasse nicht vergütet.

Pflichten der pflegenden Angehörigen

Pflegende Angehörige müssen die Grundpflege gemäss Vereinbarung ausführen und an Qualitätsmassnahmen (regelmässige Gespräche, Evaluation des Pflegeplans) teilnehmen. Die Pflege muss zudem täglich schriftlich dokumentiert und die Pflegeleistungen erfasst werden.

Unterstützung durch diplomierte Pflegefachperson

Caritas unterstützt die pflegenden Angehörigen individuell und situativ in der direkten Begleitung durch die diplomierte Pflegefachperson sowie auch in verschiedenen Bildungsangeboten. Eine diplomierte Pflegefachperson besucht diese regelmässig und steht ihnen mit fachlichem Rat und Instruktionen zur Seite. Dies entlastet die Angehörigen, gibt ihnen Struktur, Stabilität und Sicherheit.

Zusammen mit den pflegenden Angehörigen wird ein individueller Pflegeplan erarbeitet. Dieser wird regelmässig in Gesprächen vor Ort und per Telefon evaluiert und angepasst.

Kathrin Baumeler, diplomierte Pflegefachfrau und Veronika Lagger Bisang, Pflegeleitung «Angehörige pflegen».

Interessiert?

Falls Sie Interesse an unserem Angebot haben, kontaktieren Sie uns per Kontaktformular oder per Telefon +41 41 419 22 27.

Es können aktuell nur pflegende Angehörige mit Wohnsitz im Kanton Luzern oder Zug angestellt werden. Das Angebot soll 2023 auf weitere Kantone ausgeweitet werden.

Weitere Entschädigungen für pflegende Angehörige

Zusammenarbeit mit Spitex-Organisationen

Das Angebot der Caritas ist eine Ergänzung zu den Leistungen von öffentlichen Spitex-Organisationen. Angehörige, die ihre Familienmitglieder pflegen, übernehmen grundpflegerische Tätigkeiten. Die Behandlungspflege (wie Wundverbände anlegen und wechseln, Spritzen geben oder Medikamente verabreichen) wird weiterhin von öffentlichen Spitex-Organisationen übernommen. Caritas strebt eine Zusammenarbeit mit den regionalen, öffentlichen Spitex-Organisationen an.

Engagement der Caritas

Die unbezahlte Care-Arbeit, die meist von Frauen geleistet wird, ist ein Armutsrisiko. Das fehlende Einkommen führt im Pensionsalter zu Vorsorgelücken und Altersarmut. Hier möchte Caritas präventiv eingreifen. Seit der Revision des Krankenversicherungsgesetzes 2019 ist es in der Schweiz möglich, sich als pflegende Angehörige bei einer Organisation mit Spitex Lizenz anstellen und bezahlen zu lassen. Caritas hat bereits Erfahrung in der Betreuung von älteren Menschen zuhause und sieht hier eine Chance die Situation von pflegenden Angehörigen zu verbessern und für gute Rahmenbedingungen zu sorgen.

In den Medien

SRF Regionaljournal Zentralschweiz, 13. Januar 2023

Wichtige Dokumente

Was Angehörigenpflege mit Armut zu tun hat

Download (pdf, 227 KB)

Kontakt

Beratung Caritas Care

Adligenswilerstrasse 15
Postfach
CH-6002 Luzern

+41 41 419 22 27gutbetreut@caritas.ch

Titelbild: © Sarah Hablützel